Foto: R. Dach (2024)

Wasserstände in Berlin vielerorts niedrig

An vielen Stellen der Hauptstadt sind die Wasserstände im Mai schon so niedrig wie in einem trockenen Hochsommer. Laut den Angaben im Wasserportal, dem Gewässerinformationsplattform des Landes Berlin, sind nicht nur kleinere Seen wie der Flughafensee und Lietzensee betroffen, sondern auch die größeren Gewässer wie die Erpe, ein Großteil der Panke, die Wuhle und der Groß Glienicker See. Selbst der Mündungsbereich der Spree und die Untere Havel weisen Wasserverknappungen auf. Der Fredersdorfer Mühlenfließ ist im Unterlauf seit längerem bereits trocken gefallen.

Auch die Grundwasserstände sind bei einem Großteil der berücksichtigten Messstellen niedrig bis extrem niedrig. In 6 Bezirken weisen die Messergebnisse auf eine besonders kritische Situation hin, vor allem im Grunewald, Lichtenberg, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg., Weissensee und Wilmersdorf. Viele Messstellen mit sehr niedrigen oder extrem niedrigen Grundwasserständen befinden sich im Einzugsbereich von Wasserwerken wie Beelitzhof, Friedrichshagen, Tegel und Tiefwerder.

Bislang fehlen noch gezielte Maßnahmen in der Stadt, um ein weiteres Absinken der Wasserstände in Trockenzeiten zu minimieren, wie zum Beispiel mithilfe einer Berlin-weiten Informationskampagne zum besonders sparsamen Umgang mit Leitungswasser.

Zum Wasserportal  erhalten Sie hier Zugang.