Wassernetz Berlin übergibt 8-Punkte-Aktionsplan an die Landespolitik

Gewässeraktive setzten am 19.3.2026 vor dem Abgeordnetenhaus ein deutliches Zeichen für den Gewässerschutz im Vorfeld des Weltwassertages

Aktive und Unterstützer*innen des Wassernetz haben sich am 19. März 2026 früh am Abgeordnetenhaus von Berlin getroffen, um den Mitgliedern des Umweltausschusses sowie Umweltsenatorin Ute Bonde die zentralen politischen Handlungsempfehlungen des Netzwerkes für den Gewässer- und Biodiversitätsschutz in Berlin zu überreichen.

Die Forderungen richten sich auf 8 Handlungsfelder. Zu den konkreten Anliegen zählen unter anderem die Umsetzung eines Aktionsplans zur Wiederherstellung der Gewässerbiodiversität, die Festlegung von Mindestgrundwasserständen zum Schutz der Moore sowie  die Abhaltung weiterer Beteiligungswerkstätten zur Sanierung der Gewässer und die Einführung eines Oberflächenwasserentnahme-entgelts zur finanziellen Absicherung und Verstärkung des Personals in den Umweltbehörden und der dringend erforderlichen Maßnahmen zum Erreichen der Umweltziele aus der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (z.B. das Gewässergütebauprogramm). 

Zur Dringlichkeit des Handelns haben die Aktiven eine Wasserprobe aus dem Rummelsburger See mitgebracht, die am 16. März 2026 im Rahmen der Messkampagne des Wassernetz genommen wurde. Die Probe weist deutlich erhöhte Konzentrationen an Kupfer auf, die die Lebenswelt im Gewässer beeinträchtigen kann.

Die Forderungen gründen auf die Ergebnisse der mehr als 50 öffentlich abgehaltenen Gewässerdialoge und 6 landesweiten Wasserveranstaltungen des Netzwerkes.  

Die Aktion hat gewirkt: Das Wassernetz wird zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses eingeladen, bei der die Forderungen mit beraten werden. 

Hier geht es zum Forderungspapier „Gemeinsame Blaupause für die Entwicklung der Gewässer und Biodiversität in unserer Stadt“ des Wassernetz Berlin und hier zur Pressemitteilung. 

Foto: N. Feyh (2026)